Kurz HolzPassivHaus – was ist das eigentlich?

Ein Passivhaus bleibt das ganze Jahr behaglich, obwohl es nur sehr wenig Heizenergie benötigt.

Der berechnete Heizwärmebedarf liegt bei höchstens 15 kWh/(m²·a). Der geringe Restwärmebedarf lässt sich über die Lüftungsanlage und/oder ein kleines Heizsystem decken; großflächige Heizkörper sind nicht nötig.

Das Kurz HolzPassivHaus ist in einem Bereich überaus aktiv - beim Sparen von Heizenergie. Wie kann das funktionieren?

1. Südorientierung: "Sonnenwärme einfangen"

  • Südorientierung des Gebäudes (optimale, mögliche Planung auf Grund des Baufensters)
  • Sonnenenergie wird über die Glasflächen (Dreischeibenverglasung) genutzt
  • Fensterflächen sind nach Süden eher größer, nach Norden eher kleiner
  • möglichst verschattungsfrei im Bereich der Fenster

2. Wärmedämmung: "Gut einpacken"

  • optimale Dämmung der Gebäudehülle
  • Wärmebrücken werden durch sorgfältige Detailplanung vermieden
  • wärmebrückenfreier Einbau der besonders gut gedämmten, reduzierten Fensterrahmen
  • Einsatz von Dämmmaterial mit besonders hoher Wärme-Dämmwirkung
  • Eigenwärme der Personen im Haus wird genutzt
  • Wärmeabgabe der Hausgeräte wird genutzt

3. Kompaktheit: Keine "Heizkörper-Architektur"

  • kompakte Gestaltung der Gebäudehülle
  • auf Wärme schwächende Bauteile (Rolllädenkästen, Stützen, Erker) wird möglichst verzichtet

4. Luft-Dichtigkeit: Kein "Durchzug der Wärme-Energie"

  • die Qualitätskontrolle durch "Blower Door Test"
  • begleitende Thermografie nach Bedarf

5. Komfortlüftung: "Kein Geld zum Fenster raus lüften"

  • Komfortlüftung mit Wärmerückgewinnung – die Wärme aus der verbrauchten Luft erwärmt über einen Wärmetauscher die neue, frische Luft
  • immer sauerstoffreiche, warme Luft im Haus durch kontinuierlichen Luftaustausch
  • die zugeführte Frischluft wird über einen Feinstaubfilter von Pollen und Staub gereinigt
  • kontrollierter Feuchtigkeits-Abtransport
  • Wärmeverluste werden durch entsprechende Wärmedämmung und Isolierung vermieden

6. Erdwärme: Günstige Geothermie nutzen

  • passive Nutzung der Erdtemperatur durch Erdwärmetauscher (in die Erde gelegte Lüftungskanäle oder Soleleitungen)
  • die Erdwärme wird durch Vorerwärmung der Zuluft im Winter genutzt
  • die Erdkühle wird durch Vorkühlung der Zuluft im Sommer genutzt

7. Holz: Der Rohbaustoff Nummer eins

  • Holz besitzt gute wärmedämmende Eigenschaften
  • Holz kann mit vergleichsweise geringem Energieaufwand zu einem Baustoff verarbeitet werden.
  • Holz ist ein nachwachsender Rohstoff. Während des Wachstums nehmen Bäume CO₂ aus der Atmosphäre auf und binden den darin enthaltenen Kohlenstoff im Holz. In langlebigen Holzprodukten bleibt dieser Kohlenstoff über deren Nutzungsdauer gebunden.
  • Holz wächst mit Sonnenenergie

8. Alles aus einer Hand: Grundstück, Planung, Bau

  • Kurz Projektbau & Immobilien GmbH – Bauträgerprojekte vom Grundstück bis zur Schlüsselübergabe
  • Kurz HolzBau GmbH plant, fertigt und erstellt "schwäbische Wertarbeit zum Wohlfühlen" seit 1957
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Das Plusenergie-Haus

Möchten Sie mehr Strom erzeugen als Sie verbrauchen? Unser Kurz HolzPassivHaus kann mit einer Photovoltaikanlage als Plusenergie-Haus konzipiert werden. So können Sie die Kraft der Sonne nutzen und zusätzlich Heizkosten sparen.

Ein Plusenergie-Haus bedeutet, dass Sie regenerative Energie nutzen und entweder überschüssigen Solarstrom ins öffentliche Netz einspeisen oder in Ihrem eigenen Batteriespeicher speichern können. Zudem können sie den Solarstrom auch für Ihr Elektroauto nutzen.

Mögliche Förderungen beim Bau

Für energieeffiziente Neubauten bestehen verschiedene Fördermöglichkeiten. Die KfW fördert im Rahmen des Programms „Klimafreundlicher Neubau (KFN)“ bestimmte energieeffiziente und klimafreundliche Wohngebäude, sofern die jeweiligen Fördervoraussetzungen erfüllt sind.

Wir empfehlen Ihnen, vor Beginn Ihres Bauvorhabens gemeinsam mit Ihrer Bank und einer Energieeffizienz-Expertin bzw. einem Energieeffizienz-Experten zu prüfen, welche Förderprogramme für Ihr Vorhaben aktuell infrage kommen. Die Förderbedingungen können sich ändern und eine Förderung besteht nur bei Erfüllung der jeweiligen Voraussetzungen.

Förderprogramme der KfW

25 Jahre Passivhaus - Langzeittest mit Bravour bestanden

Das weltweit erste Passivhaus in Darmstadt-Kranichstein wurde 25 Jahre alt. Auch im Jubiläumsjahr 2016 untersuchten zahlreiche Fachleute das Pionierprojekt. Das Ergebnis: Mit Erfolg wurde hier ein Gebäude mit hohem Komfort, langer Haltbarkeit und gleichzeitig sehr geringem Energieverbrauch errichtet - damit ist die Tauglichkeit von Passivhäusern wissenschaftlich erwiesen.

Das Projekt liefert Erkenntnisse zur langfristigen Nutzung und zum Energieverbrauch von Passivhäusern.

Videos zum Thema Passivhaus

Mythen rund ums Passivhaus